Korea – Kein Olympia – aber eine andere Sicht

Vom 9. – 25. Februar werden in Süd-Korea, Pyeongchang, die 23. Winterspiele stattfinden. Einige Tage vor Ende dieser „Sport-Schau“ öffnet in Hamburg das Völkerkunde-Museum seine Türen mit einer ganz besonderen Schau, mit einem ganz besonderen Blick:

„S(e)oul food“ Koreanisch-kulinarische Erinnerungen mit Bildern von Cookie Fischer-Han

Eine tiefe Sehnsucht nach vertrautem Essen ist Teil eines Lebens in der Fremde. Das Schaffen von Heimatküche, soul food, gehört zu jenen Kulturtechniken, die dazu beitragen, in der Diaspora zu körperlich-seelischer Balance zu finden. Die Ausstellung S(e)oul food befasst sich mit den enttäuschten Hoffnungen koreanischer ImmigrantInnen, die großteils als Krankenschwestern nach Deutschland kamen und zeigt, wie ihnen ihre Küche ein Stück Heimat bot. Sie half ihnen ihre kulturelle Identität mit der neuen Alltagsrealität und erhofften Zukunft zu verbinden. Die Ausstellung lädt zur Beschäftigung mit der kulinarischen Geschichte koreanischer ImmigrantInnen ein und bietet Einblick in eine noch wenig bekannte, inzwischen aufstrebende asiatische Küche.

Einen individuellen Umgang mit dem Thema fand die koreanische Malerin Cookie Fischer-Han. Nachdem sie Anfang der 1990er-Jahre in die Schweiz gezogen war, erlebte auch sie ihre Integration als große Herausforderung. Zwischen 2009 und 2016 entstand ihre Bilderserie „The Art of Korean Cuisine“. Die Bilder sind das Ergebnis ihrer ästhetisch-kulinarischen Reflexion
über Herkunft und Identität. Einen individuellen Umgang mit dem Thema fand die koreanische Malerin Cookie Fischer-Han. Nachdem sie Anfang der 1990er-Jahre in die Schweiz gezogen war, erlebte auch sie ihre Integration als große Herausforderung. Zwischen 2009 und 2016 entstand ihre Bilderserie „The Art of Korean Cuisine“ (Text von der website des Museums)

Die Ausstellung wurde kuratiert von Frau Profin. Drin. Mareile Flitsch, Direktorin des Völkerkundemuseums der Universität Zürich, in enger Zusammenarbeit mit Cookie Fischer-Han und wird für die Hamburger Version von Katharina Suberkrüb adaptiert und ergänzt.

 

Museum für Völkerkunde   20148 Hamburg    Rothenbaumchaussee    info@mvhamburg.de    http://www.voelkerkundemuseum.com

Die Ausstellung ist vom 21. Februar bis 23. September 2018 zu sehen.

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